Vogalonga Teil 2

Wir haben es tatsächlich noch einmal geschafft und sind am 15.05.2016 mit Steuermann Manne, Bärbel und Sohn Jan, Enrico, Susi, Mirko, Ilona, Ulf, Manuela und Schwägerin Kerstin, Peter, Heiko, Bernd, Gabi, Jana, Jörg, Matze und Nicole in und um Venedig eine Strecke von gut 43 km gepaddelt.

Dank der Erfahrungen aus dem Vorjahr verlief die Vorbereitung und Organisation reibungslos. Wir hatten im Vorfeld wieder vielseitige Unterstützung (2 gesponserte Kleinbusse, Boot und Trailer wieder aus Pumpe bzw. Lippendorf) und ließen es uns nicht nehmen, auf Altbewährtes zurückzugreifen und übernachteten wieder bei Christine in Hallein. Leider empfing nicht nur sie uns wieder aufs Herzlichste, sondern auch das Wetter war gleich und es regnete in Strömen.

 

Angekommen in Punta Sabbionie empfingen uns Cristiano und sein Bruder. Auch hier wurden wir sofort wiedererkannt und begrüßt wie alte Bekannte. Dann wurden Bungalows bezogen und eingeräumt. Die Unterkunft für Manne war jedoch nicht akzeptabel und so organisierten Nicole und Ulf einen 4. Bungalow und auch für Manne, Bärbel, Jan und Ilona konnten entspannte Tage in Venedig beginnen.

 

Das Abholen der Startunterlagen stand am Samstag im Fokus. Durch die Bestellung der Erinnerungs-Kits haben wir uns aber selbst ausgetrickst, denn wir mussten deshalb unsere Startunterlagen auf dem Hafengelände Venedigs abholen. Das bedeutete für Peter, Mirko, Ulf und Manu einen gut 5 km langen Fußmarsch quer durch die Stadt. Dafür haben wir aber erfahren, dass am Tag vor der Vogalonga dort immer ein Drachenbootrennen stattfindet. Eine Option für's nächste Jahr? Der Tag endete entspannt bei Grill und Vorbereitungen für das große Ereignis - für den Großteil unserer Gruppe eine Premiere. Es wurden wieder fleißig Proviant-Pakete gepackt, dieses Mal sogar nach persönlichen Wünschen namentlich zusammen gestellt ;-).

 

Am nächsten Morgen klingelten in den Bungalows kurz nach 5:00 Uhr die Wecker. Im Gegensatz zum letzten Jahr wurde jedoch noch in Ruhe gefrühstückt und erst gegen 06:30 Uhr bewegte sich die erste Fuhre gen Ablegestelle. Das Wetter war herrlich: leichte Bewölkung mit Aussicht auf Sonne und kein Wind. Die 9 km Anfahrtsweg paddelten sich weg. Diesmal ohne dass unser Weg von einem Ozeanriesen gekreuzt wurde. Kurz vor dem Markusplatz gingen wir noch einmal an Land und bereiteten uns abschließend auf den Tag vor. Nach dem Kanonenschlag setzten sich um 09:00 Uhr eine Vielzahl von Booten in Bewegung. Schon nach kurzer Zeit war uns klar: das sind wesentlich mehr Boote als im Vorjahr. Die abschließenden Teilnehmerzahlen bestätigten den Eindruck: in diesem Jahr gab es einen neuen Teilnehmerrekord - über 7.000 Paddler, Ruderer und andere Wassersportler waren unterwegs. Manne hatte mehrere Male Mühe, uns vom Kollisionskurs abzuhalten, was aber ggf. auch mangelnder Aufmerksamkeit unseres zutiefst beeindruckten Steuermanns geschuldet sein kann :-)

 

Gut unterwegs waren auch wir. In 5:24 h absolvierten wir die Strecke und waren damit wesentlich schneller im Ziel als im letzten Jahr. Deshalb wollten wir eigentlich auch ohne Pause zurück nach Punta Sabbionie paddeln, um den Tag gemütlich auf dem Campingplatz ausklingen zu lassen. Doch mussten wir Manne unbedingt eine Pause gönnen. Der Rückweg hatte es in sich. Starker Wind und bereits wieder eingesetzter Motorbootverkehr erzeugten 60 cm hohe Wellen, die mehrfach unser Boot unter Wasser setzten und ein Ausschöpfen erforderten. Manne hatte große Mühe, sich auf den Beinen zu halten. Der Rückweg war eine einzige Tortur. Das Ziel wollte einfach nicht näher kommen - wir brauchten über eine Stunde und kämpften tapfer gegen Wind und Wellen. Immer wieder mussten wir schöpfen. Bloß gut, dass wir uns von Christine aus Hallein leere Joghurteimer mitgenommen hatten. Zurück an Land waren wir einfach nur froh, es überstanden zu haben. Nachdem das Boot gesäubert und verladen war, gönnten die Jungs den Mädels die erste Fahrt mit dem Bus zurück zum Campingplatz. Nachdem wir dann alle Sachen geordnet und zum trocknen aufgehangen hatten und frisch geduscht waren, gingen wir in einer Pizzeria essen. Anschließend wurde es schnell ruhig in den Bungalows.

 

Der nächste Tag bedeutete für alle Freizeit. Wir fuhren nach einem gemütlichen Frühstück mit der Fähre nach Venedig bzw. Murano und Burano und genossen Wetter, Land und Leute.

 

Leider verging die schöne Zeit wieder viel zu schnell und es mussten schon wieder Koffer gepackt werden. Der Rückweg verlief genau wie der Hinweg unfallfrei. Nach gut 15 h Autofahrt waren wir dann wieder in der Heimat angekommen.


Location

Campeggio Village del Sole

Venedig

Italien

http://www.campeggiodelsole.it/de/chalet-camping-village-del-sole.php


Impressionen