44. Vogalonga in Venedig 2018

Nach unseren Teilnahmen an der Vogalonga 2015 und 2016 werden wir in diesem Jahr zum 3. Mal mit einem Team den gut 30 km langen Rundkurs um und durch Venedig paddeln.

Zeitplan

Abfahrt in Cottbus

Donnerstag, 17.05.18; Treff 08:00 Uhr Bootshaus ESV Lok RAW Cottbus

 

Zwischenstopp

Nach einer hoffentlich stau- und unfallfreien Fahrt werden wir wie immer eine Zwischenübernachtung bei Christine in Hallein einlegen.

 

unser Ziel

Ankunft am Freitag, den 18.05.18 in Venedig


Start am 20.05.18, 09:00 Uhr per Kanonenschuss vor dem Markusplatz


der Verlauf

Der Zeitplan ging ganz gut auf. Die Fahrt verlief reibungslos - bis auf ein paar Missverständnisse in der Pausenplanung.... Hallein erwartete uns zunächst trocken, abends überkam uns der übliche Regen, der den Weg von der Gaststätte "Hager Wirt" zurück zur Pension zu einem nassen Unterfangen werden ließ. Doch der Abend war gemütlich, das Essen gut und reichlich. Da konnte selbst der Regen der guten Stimmung keinen Abbruch bringen.

 

Am nächsten Morgen verwöhnte uns Christine einmal mehr mit ihrem Frühstück und ihrer steten Mühe um die noch recht müden Gäste. Um 08:30 Uhr waren alle abfahrbereit und voller Vorfreude auf Venedig, was besseres Wetter versprach. Nach einer erneut guten Fahrt kam der Konvoi gegen 14:30 Uhr auf dem Campingplatz an - mitten in der Siesta. Dennoch bekamen wir die Schlüssel für die 3 Bungalows. Nachdem alles aus den Fahrzeugen raus und in die Bungalows sortiert war, ging es für die meisten an den Strand. Rico und Susi jedoch kümmerten sich indess um das Wohl der Truppe und kauften eine Kaffeemaschine, eine Pfanne und einen Grill - von der Truppe zu Hause vergessene Utensilien. Auf Mannes Anraten hin wurde dann noch der Trailer mit Boot zur Marina gebracht. Die Vogalonga war mit 2.300 Booten restlos ausgebucht, was nach Mannes Einschätzung Schwierigkeiten mit sich bringt, einen entsprechenden Platz für den Trailer in der Marina zu finden. Der Tag klang bei einem gemeinsamen Grill-Abendessen und herrlichem Wetter aus.

 

Der Samstag stand wie üblich unter dem Zeichen der Startunterlagen abholen. Darum kümmerte sich in aller Frühe Mirko und war erfolgreich. Nicht lange und er hielt diese wichtige Sache in der Hand. Nachdem mittags mit Ankunft von Luca und Manu die Gruppe komplett war, setzten am frühen Nachmittag dann alle per Fähre nach Venedig über und verbrachten den Tag bei herrlichem Sonnenschein in der Stadt. Abends wurde erneut gegrillt und sich auf den kommenden Tag der Vogalonga vorbereitet.

 

Am Vogalonga-Tag heißt es immer sehr früh aufstehen: um 06:30 Uhr war Abfahrt zur Liegestelle des Bootes geplant. Es herrschte reges und wie immer auch ein bisschen aufgeregtes Treiben. Los ging's um 07:15 Uhr. Für ein paar Leute an Bord war es nicht das 1. Mal, für einige jedoch schon und so gab es schon das ein oder andere große Staunen, als es auf die meerähnliche Lagune vor den Toren Venedigs ging. Das ist schon ein anderes Gefühl, als auf der Spree zu paddeln.

Wir kamen gut voran und legten nach gut 1 1/4 h und 9 km noch einmal an Land an, um letzte Vorbereitungen zu treffen. Pünktlich um 09:00 Uhr sorgte der Start-Kanonenschuss für ein großes, lautes jubeln und ein wenig Gänsehaut. Die strahlende Sonne vertrieb diese jedoch schnell mit ihren schon recht warmen Strahlen. Es versprach ein schöner, aber heißer Tag zu werden. Das Teilnehmerfeld zu überblicken vermochten wir auch in diesem Jahr nicht. Unwahrscheinlich viele Boote waren da soweit das Auge sehen konnte. Ja, offenbar war das Teilnehmerfeld definitiv auf das Maximum von 2.300 Booten angestiegen und wir erlebten die Vogalonga erstmals ausgebucht. Es dauerte lange bis sich das Feld etwas entworren hatte und das paddeln bzw. steuern ohne größere Manöver verlief. In all dem Gewühl tauchte plötzlich neben uns Mirko in seinem Kajak auf, der uns über seinen GPS-Spot verfolgen und finden konnte.

 

Nicht neu war unsere Stelle in Burano, an der wir uns um 12:30 Uhr zur kurzen Mittagspause nieder ließen. Kurz nach dem Bananen-Versorgungsboot suchten wir uns eine Stelle zum anlanden, setzten uns auf die Steine und stärkten uns etwas. Wir lagen super in der Zeit. Es hielt uns jedoch nur etwa eine halbe Stunde an Land und wir setzten uns wieder in Bewegung.

 

Erste Ermüdungserscheinungen machten sich nun langsam breit und wir suchten zum einen mit dem Spiel "Ich packe meinen Koffer...." und dem beobachten der anderen Teams um uns herum etwas Ablenkung. Ein französisches Damenteam mit ihrem Gesang und ein italienisches Ruderboot mit großen Musikboxen sorgten für Stimmung.

 

Um 14:30 Uhr kamen wir am Canale di Cannaregio an, der Einfahrt in die Stadt, die dann in den Canale Grande mündet. "Grande" war an dieser Stelle das Chaos. Wir hatten schon einiges erlebt, aber dieses Jahr sollte alles übertreffen. Einige Meter vor der Einfahrt wurden die Boote gestoppt und aufgefordert, sich lediglich durch die Meeresbewegung treiben zu lassen. Es half nichts - der Eingang zum Kanal war hoffnungslos verstopft. Zum größten Teil aufgrund der Ruderboote mit ihren langen Auslegern. Stress, Hektik und schlechte Stimmung machten sich breit. Schade, denn jetzt sollte ja einer der schönsten Abschnitte der Tour kommen. Sage und schreibe fast eine Stunde brauchten wir, um in den Kanal zu kommen. Immer wieder schoben sich Boote seitlich quer oder kamen von hinten, sodass wir eher rück- als vorwärts trieben. Als es geschafft war, bekamen wir sogar noch die Gelegenheit, an der Rialtobrücke unser Startprozedere zu fahren. Eine Zuschauerin - offenbar vom Fach und wissend was unser Plan ist - zählte uns mit "Are you ready - Attention - go" an. Über den Beifall und den Jubel der Zuschauer freuten wir uns sehr. Unter den Zuschauern waren auch Luca, der leider nur ein schüchternes winken für uns übrig hatte und Nele, die uns zu spät sah.

 

Kurz vor 16:00 Uhr war die Vogalonga für uns beendet, indem wir die Urkunden erhielten. Jetzt stand uns noch der 9 km lange Rückweg bevor. Doch das Wetter war noch immer top; die Stimmung auch (wieder) und so kamen wir nach einer weiteren kurzen Pause an Land gegen 18:00 Uhr in Punta Sabbionie an. Das lästige aufräumen und kräftezehrende Boot verladen gehören leider dazu. Nachdem das geschafft war, hatten wir uns die Dusche redlich verdient. Das Salz auf der Haut und der Kleidung klebte sehr und musste runter. Abends war ein Tisch in einer Pizzeria reserviert. Das Essen und mehr noch das kühle Bier, einen Wein und auch den ein oder anderen Whisky genossen wir in vollen Zügen. Wir hatten es wieder einmal geschafft und sind gut 47 km in 6,5 Stunden rund um die schöne Stadt Venedig gepaddelt.

 

Der nächste und auch schon letzte Tag stand nach einem gemeinsamen Frühstück noch einmal unter dem Zeichen "Urlaub und Freizeit". Jeder verbrachte den Tag nach seinen Vorlieben, abends trafen wir uns zum essen vor den Bungalows, bevor es dann schon wieder ans Koffer packen ging.

 

Müde aber unfallfrei und voller Eindrücke kamen wir am späten Dienstagabend wieder in der Heimat an. Ein großes Dankeschön geht dabei an Rico, Jörg, Achim, Ronny sowie Mirko, die allesamt mit ihrem Fahrer-Einsatz für einen erfolgreichen Abschluss des Wochenendes gesorgt haben. Wird es eine Fortsetzung geben?

Impressionen